18 Kunstsonntage – Kunst im Haus
Die folgenden Stationen zeigen eine Auswahl aus den 18 Kunstsonntagen – soweit Fotos, Einladungen und andere Dokumente in meinem Archiv erhalten geblieben sind.
1. Kunstsonntag 1993 (Überlegenheit-Unterlegenheit 1991 - K102, Family-Life 1991 - K104)
Der erste Kunstsonntag 1993, Essen
Wie kamst du überhaupt auf die Idee?
Wer wurde eingeladen?
Was passierte an diesen Sonntagen?
Wurde verkauft, diskutiert, gegessen, getrunken?
Kamen immer dieselben Menschen oder brachten sie andere mit?
1. Kunstsonntag 1993 (Baumstumpf I 1986 - C106, Baumstumpf II 1986 - C107, Fundsachen 1988 - L002)
2. Kunstsonntag 1994
2. Kunstsonntag 1994
(Auch Vögel leben im Morgenblau 1993 - K131, Der Strandläufer 1993 - K129, Unterwegs ins richtige Leben 1993 - K138)
2. Kunstsonntag 1994 (Weiblicher Akt 1991 - H028, Die Welt wippt 1992 - H049)
Manchmal gingen Besucher mit drei oder vier Bildern nach Hause. Anfangs konnte ich kaum glauben, dass jemand nicht nur ein Bild, sondern gleich mehrere meiner Arbeiten besitzen wollte.
Oft entstanden die Verkäufe ganz nebenbei – aus dem Schauen, den Gesprächen und der gemeinsamen Zeit mit den Bildern.
3. Kunstsonntag 1995
3. Kunstsonntag 1995 (Max 1992 - L006, Frau in Blau 1986 - A009, Schwarzer 1987 - B037
Die "Leinwandbilder" 3. Kunstsonntag 1995 (Symbiose 1995 - K147, Angstfresser 1995 - K152, Torso 1993 - L012)
Mein selbst-konstruiertes und -gebautes Bücherregal 3. Kunstsonntag 1995 (Die Spießgesellen 1992 - L005, Gelbe Calla 1991 - B056, Dämonen sind überall II 1995 - C167)
5. Kunstsonntag 1997
Blick ins Atelier 5. Kunstsonntag 1997
Miniaturen 5. Kunstsonntag 1997
Parzival-Zyklus 5. Kunstsonntag 1997
8. Kunstsonntag 2000
8. Kunstsonntag 2000
8. Kunstsonntag 2000
9. Kunstsonntag – 10. Juni 2001
25 Jahre Kunst
Der 9. Kunstsonntag war für mich etwas Besonderes. Unter dem Titel „25 Jahre Kunst“ blickte ich erstmals öffentlich auf meine eigene künstlerische Entwicklung zurück. Bis dahin hatte ich meine Bilder lieber für sich selbst sprechen lassen.
An diesem Tag erzählte ich zum ersten Mal vor Publikum von meinen Anfängen und den verschiedenen Entwicklungsphasen meiner Arbeit. Am Ende sagte ich:
„Ich habe eine kleine Zusammenstellung meiner Bilder gemacht und übergebe nun meinen Bildern das Wort.“
Die Jahre dazwischen
Die Kunstsonntage gingen weiter. Aber aus den Jahren 2002 und 2003 habe ich keine Fotos. Es waren meine Krisenjahre. Ich machte weiter, veranstaltete auch die Kunstsonntage – aber ich war überfordert. Das Dokumentieren gehörte zu den Dingen, für die keine Kraft mehr übrig war.
Erst ab 2004 gibt es wieder Bilder.
11. Kunstsonntag 2004
11. Kunstsonntag 2004 (Griselda 2004 - K210, Blaue Figur 2002 - K204)
11. Kunstsonntag 2004 (Francis 2004 - K209, Unterwegs ins richtige Leben 1993 - K138)
11. Kunstsonntag 2004 (Ihmsens Schwester 2004 - H256, Bramamamma 2003 - L019)
13. Kunstsonntag 2007
13. Kunstsonntag 2007
Neben den ausgestellten Arbeiten zeigte ich meinen Besuchern eine Präsentation mit Bildern aus meiner künstlerischen Entwicklung bis 2007.
Zu meiner Überraschung wurde sie sehr intensiv angesehen. Die Besucher nahmen sich Zeit, blieben davor sitzen und verfolgten die Arbeiten aus den verschiedenen Jahren.
Ich fragte sie später, was sie daran so interessant gefunden hatten. Sie erzählten mir, es sei spannend gewesen, meine künstlerische Entwicklung über die Jahre verfolgen zu können. Und für manche kam noch etwas ganz Persönliches hinzu: Sie entdeckten darin das Bild, das sie selbst gekauft hatten oder schon lange besonders mochten, und konnten sehen, wann und in welchem Zusammenhang es entstanden war.
Diese Präsentation ist erhalten geblieben.
Die folgende Aufzeichnung zeigt nicht die Ausstellung selbst, sondern die Bildpräsentation, die beim 13. Kunstsonntag zu sehen war.
14. Kunstsonntag 2008
Zum 14. Kunstsonntag hatte ich zum ersten Mal eine Fotografin gebeten, den Kunstsonntag zu begleiten. Deshalb gibt es aus diesem Jahr nicht nur Aufnahmen der ausgestellten Arbeiten, sondern auch Bilder von den Menschen, die den Kunstsonntag eigentlich ausmachten.
Für das leibliche Wohl 14. Kunstsonntag 2008
Ateliergespräche 14. Kunstsonntag 2008
15. Kunstsonntag 2009
Vom 15. Kunstsonntag ist heute nur noch die Einladung erhalten. Fotos von diesem Tag habe ich in meinem Archiv bisher nicht gefunden.
Einladung 15. Kunstsonntag 2009
16. Kunstsonntag 2010
Dem 16. Kunstsonntag ging für mich eine besondere Zeit voraus. Hinter mir lagen viele schwere Jahre, in denen anderes wichtiger gewesen war als Ordnung im Atelier, Ausstellungen oder die Frage, wie es mit meiner Kunst weitergehen sollte.
In dieser Zeit arbeitete ich mit Kunstcoaches zusammen. Rückblickend sehe ich manches daran durchaus kritisch – aber eines muss ich ihnen lassen: Sie halfen mir, aus einem Loch herauszukommen und wieder in Bewegung zu kommen.
In der folgenden Zeit ließ ich das Büro grundlegend umbauen. Es bekam unter anderem einen neuen Parkettboden, und ich richtete ein eigenes Bilderlager ein. Dafür entstanden große Regale, in denen ich Leinwände und gerahmte Arbeiten übersichtlich unterbringen konnte.
Heute, wenn ich die Fotos vom zunächst leeren und später dicht gefüllten Bilderlager sehe, erzählen sie mir deshalb noch etwas anderes: Es kam wieder Bewegung in einen Raum, in dem lange Zeit vieles stillgestanden hatte.
Neues Bilderlager 16. Kunstsonntag 2010
Neues Bilderlager 16. Kunstsonntag 2010
Aus den zunächst leeren Regalen wurde nach und nach ein Archiv meiner eigenen künstlerischen Arbeit.
Beim 16. Kunstsonntag wurde auch das neue Bilderlager Teil des Rundgangs. Die Besucher konnten dort in den Regalen stöbern und Arbeiten entdecken, die in den Ausstellungsräumen gar nicht zu sehen waren.
Und wie bei allen Kunstsonntagen ging es nicht nur um die Bilder. Es ging um Gespräche, Begegnungen und gemeinsames Schauen.
17. Kunstsonntag 2011
„… aus dem Bild getreten“
Vom 17. Kunstsonntag ist in meinem Archiv bisher nur die Einladung wieder aufgetaucht.
Der Titel lautete „… aus dem Bild getreten“. An diesem Kunstsonntag standen meine Skulpturen im Mittelpunkt – Figuren, die ihren Ursprung in meiner Malerei hatten und nun tatsächlich den Schritt aus dem Bild in den Raum machten.
Die Einladung selbst ist heute ein kleines Dokument dieser Entwicklung.
18. Kunstsonntag 2012 - der letzte
Beim 18. Kunstsonntag unterstützten mich Freunde von One Bridge. Der Erlös einer Tombola, bei der eines meiner Bilder zu gewinnen war, ging an ihre Organisation.
Doch dieser Kunstsonntag verlief anders als die früheren. Es kamen nur wenige Besucher. Unter ihnen war eine Gruppe älterer Damen aus einem Alumni-Kreis, aber insgesamt blieb es stiller, als ich es von früheren Kunstsonntagen kannte.
Für mich war das ernüchternd. Über viele Jahre hatten die Kunstsonntage davon gelebt, dass Menschen kamen, andere mitbrachten, sich Gespräche entwickelten und sich daraus immer wieder neue Kontakte ergaben. Dieses Netzwerk hatte ich inzwischen nicht mehr.
Hinzu kam der enorme Aufwand. Ein Kunstsonntag bedeutete für mich nicht nur einen Nachmittag mit Besuchern. Tage vorher wurden Bilder gehängt und wieder umgehängt, Räume vorbereitet und in früheren Jahren auch ein Catering organisiert. Die Kosten konnten sich auf mehrere Tausend Euro summieren. Beim letzten Kunstsonntag hatte ich diesen Aufwand bereits deutlich reduziert. Mir fehlte inzwischen auch die Kraft dafür.
Mir wurde klar, dass sich etwas verändert hatte. Nicht meine Lust an der Kunst – sondern die Voraussetzungen für diese Art, sie zu zeigen.
Deshalb blieb der 18. Kunstsonntag mein letzter.
Die Kunst ging weiter. Nur die Form, in der ich sie zeigte, veränderte sich.








































