Kunst im gesellschaftlichen Kontext


Gewaltfreie Räume schaffen - Schlangenbrut – Heft 41 (1993)


Artikel in Schlangenbrut von Frauke Mahr 1993

Mit Bildern und einer persönlichen Nachbemerkung von Annette Kunow (2026).


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und tanzt ihnen auf dem Kopf herum 1991 - K105


Das Themenheft der Zeitschrift Schlangenbrut beschäftigt sich mit der Situation von Mädchen und jungen Frauen, die von sexueller Gewalt betroffen sind.

Im Mittelpunkt stehen die Arbeit des Mädchenhauses Köln e. V., die schwierigen Lebenssituationen der Betroffenen sowie die Forderung nach einem flächendeckenden Netz von Beratung, Schutz und Prävention. Die Autorinnen machen deutlich, dass sexuelle Gewalt kein Einzelschicksal, sondern ein gesellschaftliches Problem ist, das politisches Handeln und langfristige Unterstützung erfordert.

Neben der konkreten Beratungsarbeit werden Themen wie Prävention, Öffentlichkeitsarbeit und die oft schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen sozialer Einrichtungen angesprochen. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig geschützte Räume sind, in denen Mädchen Vertrauen fassen und neue Perspektiven entwickeln können.

Mehrere Arbeiten von Annette Kunow begleiten den Artikel. Ihre Bilder greifen Gefühle wie Angst, Verletzlichkeit, Bedrohung, aber auch Hoffnung und Stärke auf und verleihen den Texten eine zusätzliche emotionale Ebene.


Die Veröffentlichung zeigt, dass Annette Kunows Arbeiten bereits Anfang der 1990er Jahre auch im gesellschaftlichen Kontext wahrgenommen wurden. Ihre Bilder begleiten die Texte nicht als bloße Illustration, sondern eröffnen einen eigenen emotionalen Zugang zum Thema.


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Teufelin 1991 - H029


Als ich dieses Themenheft heute noch einmal in die Hand nahm, fiel mir auf, wie gut meine Bilder zu den Texten passten. Sie waren nicht als Dekoration gedacht, sondern begleiteten ein schwieriges gesellschaftliches Thema.

Dass der Verlag meine Arbeiten dafür ausgewählt hatte, empfand ich damals als Anerkennung.

Heute berührt mich vor allem, dass Kunst dort wirken kann, wo Worte allein oft nicht ausreichen. 

Die später ungefragte Verwendung der Atelierfotos konnten wir schließlich unkompliziert lösen: Statt eines Rechtsstreits bat ich um eine Spende an eine gemeinnützige Einrichtung ihrer Wahl – und der Verlag kam dieser Bitte nach.


Doppelseite aus Schlangenbrut, Heft 41 (1993)

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Manche sind Tausendfüssler 1991 - H025

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Doppelseite aus Schlangenbrut, Heft 41 (1993)