Künstlergespräch bei kunst praxis
Live-Malerei zur Finissage der Ausstellung „Narrative Portraits“
Zeitungsartikel von Fritz-Wicho Herrmann-Kümper zur Ausstellung in der Zahnarztpraxis Jesko Gärtner, Bochum (2011).
Mit einer persönlichen Nachbemerkung von Annette Kunow (2026).
Die Tagträumerin 2006 - K228
Ankündigung der Finissage
Zur Finissage der Ausstellung „Narrative Portraits“ lud die Zahnarztpraxis Jesko Gärtner in Bochum zu einem Künstlergespräch mit Live-Malerei ein.
Während des Gesprächs entstand vor den Besucherinnen und Besuchern ein neues Bild. Dabei zeigte Annette Kunow nicht nur den Malprozess, sondern erläuterte auch ihre Arbeitsweise mit selbst hergestellten Pigmentfarben sowie die Entstehung ihrer figurativen Bildwelten.
Die Ausstellung verband Kunst, Gespräch und Begegnung in einer ungewöhnlichen Atmosphäre und machte die Zahnarztpraxis für einige Wochen zu einem Ort der Kunst.
„Wo unter der Woche eher Weiß den Ton angibt, wird es nun sehr bunt!“
Altenbochum. „Wo unter der Woche eher weiß den Ton angibt, wird es nun sehr bunt!“, lacht Bildhauerin Beate Gärtner, die in 2009 die Praxis ihres Mannes zur Ausstellungsfläche machte. Künstlerin und Maschinenbauprofessorin Dr. Annette Kunow wird am Sonntag, 4. Dezember (2. Advent), zur Finissage ihrer Ausstellung „Narrative Portraits“ bei „kunst praxis“ live in Aktion treten und auf der Leinwand farbige Köpfe, Gesichter und Gestalten entstehen lassen. Sie nutzt dazu ihren eigen hergestellten Pigmentfarben.
Zahnarztpraxis Gärtner 2011
Das Ganze findet in der Zahnarztpraxis Jesko Gärtner, (Wittener Straße, Altenbochumer Bogen) von 12 bis 14 Uhr statt. In gemütlicher vorweihnachtlicher Stimmung können Interessierte auch die Ausstellung besuchen. WH
Nachdenklich die Welt auf den Kopf stellend: Die Tagträumerin von Dr. Annette Kunow. Foto: Privat
WAZ 29.07.2011
Live zu malen ist immer etwas Besonderes. Ein Bild entsteht normalerweise im stillen Atelier. Während eines Künstlergesprächs dagegen wird jeder Schritt sichtbar und die Besucher können Fragen stellen, während das Bild wächst.
Für mich ist das Malen dabei kein Vorführen einer Technik, sondern ein gemeinsames Erleben des Entstehungsprozesses.
Solche Begegnungen haben mir immer Freude gemacht. Sie zeigen, dass Kunst nicht erst mit dem fertigen Werk beginnt, sondern bereits während ihres Entstehens Menschen miteinander ins Gespräch bringen kann.



