GEA - Kunst im Unternehmen 1999
GEA 1999
1999 zeigte ich eine umfangreiche Ausstellung in den Räumen der GEA.
Großformatige Arbeiten und Bildserien prägten den gesamten Eingangs- und Empfangsbereich des Unternehmens. Die Bilder begleiteten Mitarbeitende und Besucher nicht nur während der Vernissage, sondern über viele Monate hinweg im Arbeitsalltag.
Gerade diese Form der Ausstellung hat mich immer besonders interessiert.
Kunst wird dabei nicht nur betrachtet – sie wird Teil eines Ortes. Menschen begegnen ihr täglich, oft beiläufig, manchmal überraschend. Ein Bild, an dem man morgens vorbeigeht, erzählt mit der Zeit eine andere Geschichte als ein Werk, das man nur wenige Minuten in einem Museum betrachtet.
Die klare Architektur der Räume bildete einen spannenden Kontrast zu meinen expressiven Figuren und den leuchtenden Farben. Durch die spiegelnde Deckenkonstruktion entstanden ungewohnte Blickwinkel: Die Bilder schienen sich über den Köpfen der Besucher fortzusetzen und verliehen dem Raum eine zusätzliche Dimension.
Die Ausstellung umfasste unter anderem großformatige Figurenbilder, das Triptychon „Auch Vögel leben im Morgenblau“ sowie Arbeiten aus dem Parzival-Zyklus.
Nicht alle konnten mit meinen Bildern etwas anfangen.
Während wir die Ausstellung gerade aufhängten, kam ein Abteilungsleiter aus einem Besprechungsraum.
Er blieb kurz stehen, schaute sich die Bilder an, schüttelte den Kopf und sagte:
„Wie kann man so etwas nur zeigen?“
Dann ging er weiter.
Kunst bewegt nicht nur durch Zustimmung.
Manchmal beginnt sie mit einem Kopfschütteln.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir, wie selbstverständlich meine Bilder Teil des Unternehmens wurden. Sie hingen nicht in einem abgeschlossenen Ausstellungsraum, sondern dort, wo Menschen täglich arbeiteten, sich begegneten und Gespräche führten.
Genau dort, mitten im Alltag, entfaltet Kunst ihre besondere Wirkung.







