Die Welt ist nicht nur schön


Poetische Betrachtung - Annette Kunow 2007


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Diese poetische Betrachtung entstand 2007 als Auszug aus meinem Tagebuch. Sie beschreibt meine Gedanken über die Verantwortung der Kunst und die Frage, warum wir den schmerzhaften Seiten des Lebens nicht ausweichen sollten.


Die Welt ist nicht nur schön. Schaut nur die täglichen Nachrichten an, schaut Euch um!

Aber es sind nicht nur die Terrormeldungen, die diese Traurigkeit und Angst verbreiten.

Es ist der Umgang der nervösen Mutter mit ihrem Kleinkind im Supermarkt.

Es ist der Mann, der seine Hilflosigkeit und Wut in Gewalt gegen seine Frau verwandelt.

Es sind die Kinder, die in unserer reichen Welt seelisch verhungern.

Es ist nicht nur meine eigene Betroffenheit, meine eigene Traurigkeit und Einsamkeit. In dem Moment, in dem Ihr sie spürt, wenn Ihr meine Bilder betrachtet, sind es allein Eure eigenen Gefühle.

Nun könnt Ihr wegschauen, Euch umdrehen und weggehen.

Ihr könnt ihr aber auch ins Gesicht sehen, Euch damit auseinandersetzen, um dann anders mit Euch selbst und anderen umzugehen.


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Das Auge des roten Engels 2007 - H294


Jemand fragte mich kürzlich, warum es immer diese Augen sein müssten.

Die Augen sind der Spiegel der Seele.

In den Augen sehen wir Intelligenz, Mut, Trauer oder Freude.

Sie nehmen die Welt in sich auf.. 

Wenn wir sie schließen, entstehen innere Bilder. Wir träumen.


In Augenschein nehmen heißt für mich auch, Verantwortung zu tragen.

Nicht immer anderen die Schuld zuzuweisen, sondern eigenverantwortlich zu handeln.

Dazu muss aber erst einmal ein neues Bewusstsein geschaffen werden.

Ich glaube deshalb nicht, dass meine Bilder bedrohlich sind.

Das, was Ihr empfindet, das, was Ihr nicht an Euch akzeptiert, das bedroht Euch und die Welt. Wenn Ihr Euch dessen bewusst werdet, werdet Ihr auch durch die tiefe Traurigkeit gehen müssen, um wieder fröhlich sein zu können.

Kümmert Euch also nicht um mich oder andere, sondern kümmert Euch um Euch selbst!


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Die Träume liegen am Boden 2004 - H268