280 Variationen einer Figur
Eine Serie aus Collage und Monotypie
Aus einer Provokation wird eine Serie
Eigentlich war ich zu einem Malworkshop gefahren und hatte mich für eine Aquarellklasse angemeldet. Schon nach kurzer Zeit wusste ich: Das war nichts für mich.
Schließlich wechselte ich in die Klasse von Paul M.. Unser Verhältnis war zu dieser Zeit nicht mehr ganz einfach. Ich machte einige kleine Skizzen und hängte sie zur gemeinsamen Besprechung an die Wand.
Paul M. besprach die Arbeiten der anderen – meine ließ er aus. Erst ganz zum Schluss sagte er sinngemäß:
„So etwas müsste man erst einmal 50 oder 100 Mal machen. Dann könnte man etwas sehen.“
Also setzte ich mich mit meinem Zeichenblock in eine Ecke und dachte:
Na gut. Dann mache ich eben 50.
Nach dem Workshop fuhr ich frustriert nach Hause. Dort stellte ich mir meine eigene Aufgabe: ein schmales Hochformat, wenige Elemente – und daraus sollte immer wieder eine Figur entstehen.
Aus der selbst gestellten Aufgabe entwickelte sich eine Serie von insgesamt etwa 280 Arbeiten. Das schmale Hochformat blieb gleich, die Möglichkeiten darin wurden immer vielfältiger.
Ich kombinierte nur Monotypie und Collage, verwendete vorhandene Materialien und Fundstücke und setzte mir immer wieder dieselbe Aufgabe: Aus der Monotypie mit ein bis zwei Collage-Elementen eine Figur entstehen zu lassen.
Nicht alle 280 Arbeiten habe ich fotografiert. Ein Teil der Serie ist jedoch dokumentiert und zeigt, wie weit sich eine einzige formale Idee entwickeln konnte.
Arbeiten aus der Serie Monotypie/Collage in der Ausstellung bei der Firma Adamsen, 1992
Zwischen Zufall und Entscheidung entstehen Spuren,
die sich dem Festhalten entziehen.
Informationen zu einzelnen Arbeiten gebe ich gern auf Anfrage.










