Sommerfest Edition Geschichte


Annette Kunow Edition Sommerfest-Export-alle-150dpi

Der Vorhang ist geschlossen.
Nicht fest, nicht endgültig – eher wie ein Atem, der noch anhält. Der Stoff trägt den Geruch von Staub und Sommer, von etwas, das lange gelegen hat und nun wieder bewegt wird. Dahinter regt sich etwas Großes.

Keine Eile, kein Drängen. Nur ein leises Verschieben von Gewicht, ein kaum hörbares Rascheln, das mehr verspricht, als es zeigt.

Der Vorhang gibt ein wenig nach. Licht sickert hindurch. Fatima steht im Raum, größer als der Augenblick selbst. Alles ordnet sich um sie, als hätte der Raum auf genau diese Haltung gewartet. Die Lampions schwingen kaum merklich, ihr Licht ist warm und weich. Ein Schmetterling zieht vorbei, so still, dass man ihn eher spürt als sieht. Für einen Moment scheint sogar die Zeit langsamer zu werden.

Aus dem offenen Raum tritt Hupsi hervor. Das rote Wesen steht im sanften Streiflicht der Lampions, die Luft riecht nach Gras und Abend. Der Vorhang ist nun offen, weit genug, um den Raum atmen zu lassen. Der Schmetterling begleitet ihn, immer am Rand des Blicks, nie im Zentrum, wie ein leiser Gedanke, der bleibt.

Zwei Figuren nähern sich einander: Querodo und Orabus. Vorhin noch getrennt durch Stoff und Abstand, jetzt durch nichts mehr als die Erinnerung daran. Schritte im Gras sind zu hören, ein leises Lachen vielleicht, ganz zurückhaltend. Der Schmetterling gleitet zwischen ihnen hindurch, als würde er eine Richtung anzeigen, ohne sie festzulegen. Das Licht hält sie zusammen.

Ein geneigtes Wesen bleibt stehen. Igsi hat den Kopf gesenkt oder sich gekniet, als würde er etwas hinter sich wahrnehmen. Der Boden trägt die Wärme des Tages. Für einen Augenblick landet der Schmetterling dort, ganz unten, wo Licht und Erde sich treffen. Die Flügel fangen das Flimmern der Lampions auf, dann hebt er wieder ab. Der Moment dehnt sich, ohne sich festzuhalten.

Der Vorhang bewegt sich erneut und rahmt den Blick wie ein Tor. Dahinter sitzt Omoko im Gras, grün und ruhig. Alles um ihn herum scheint langsamer zu werden. Die Luft ist weich, erfüllt von fernem Zirpen, von dem leisen Schwingen der Lampions. Der Schmetterling zieht hindurch, kaum sichtbar, und verbindet die Räume, ohne Spuren zu hinterlassen.

Ein Beobachter ist da. Garpses wartet. Sein Blick folgt dem Geschehen, ohne einzugreifen. Omoko geht weiter, wird Zukunft, wird Schatten. Er ist noch da und doch schon anders. Der Schmetterling nähert sich Garpses, fast wie ein Flüstern, das nichts verlangt.

Die Zeit bleibt freundlich und lässt alles geschehen.

Der Vorhang bewegt sich im Rhythmus des Lichts. Stimmen sind zu hören, weich und lebendig, ohne laut zu werden. Zwei Figuren spielen oder sprechen miteinander, vielleicht lachen sie. Blumen sind da, frisch, grün, ihr Duft mischt sich in die Luft. Der Schmetterling gleitet mit, fast unsichtbar, Teil der Bewegung.

Etwas abseits steht Humila. Die große grüne Figur beobachtet das bunte Treiben, ohne sich einzumischen. Zwischen ihr und den anderen bleibt der Vorhang, bleibt ein Zwischenraum. Der Schmetterling ruht einen Moment – am Boden oder auf einer Blüte – ein kleiner, stiller Funke.

Die Stille ist nicht leer, sie trägt.

Das Licht ist noch da. Die Lampions leuchten, als hätten sie Zeit. Piri sitzt und wartet, geduldig, als wüsste er, dass Warten dazugehört.

Eine weiße Figur, Oziris, entfernt sich schneller, fast eilig. Schritte verklingen. Der Raum bleibt offen.

Zwei Figuren stehen dicht beieinander. Ein Arm findet einen anderen. Keine Geste ist zu groß, nichts wird festgehalten. Der Vorhang ist beiseite gezogen, der Raum öffnet sich vollständig. Der Schmetterling fliegt hindurch und hinterlässt ein sanftes Leuchten, das sich langsam verteilt. Nähe entsteht, ohne Abschluss zu brauchen.

Der Vorhang bleibt leicht geöffnet.

Licht flimmert, wird ruhiger, dunkler, weiter. Der Schmetterling fliegt durch den Raum und verschwindet langsam im Schatten. Omokos Silhouette löst sich auf.

Nichts wird ganz geschlossen. Alles bleibt offen. Die Reise setzt sich fort – still, weich, im Licht.


Die Edition Sommerfest ist eine exklusive Sammlung von Kunstwerken, die in einem einzigartigen Leporello-Format, als Bilderbuch oder als Wandbilderset präsentiert werden.

Diese Edition erzählt die Geschichte eines Sommerfestes – ein Fest der Farben, der Begegnungen und der leisen Momente.

Jedes Bild fängt einen Augenblick aus dieser besonderen Feier ein und lässt die Fantasie der Betrachter:innen in eine Welt aus lebendigen Farben und poetischen Details eintauchen.

Die Edition ermöglicht es, die Bilder sowohl als zusammenhängende Erzählung als auch einzeln zu genießen, sodass jedes Kunstwerk seine eigene Geschichte erzählt.

Perfekt für Kunstliebhaber:innen, die das Besondere suchen und einen Hauch von Sommer in ihr Zuhause bringen möchten .